mo.unit blue


Einfach unglaublich!

So, der alte Kram ist weg.

Und jetzt? Was steht im Projektplan? Ah!

Die mo.unit ist ein elektronisches Gadget der Berliner Firma Motogadget, dass zur Realisierung von Fahrzeug Elektrik, speziell für Motorräder, konzipiert wurde.

Das Internet ist voll von Beiträgen über dieses Produkt. Stefan Hertel von Revival Cycles erklärt uns das Produkt hier. Sein Kollege Jeff Berry geht ein klein wenig mehr in das Detail. Alan Stulberg und Alec Padron tauschen sich über Motorrad Elektrik aus. Ja, dass passt schon!

Informiere Dich im Internet über dieses Produkt. Es lohnt den Aufwand auf jeden Fall. Der Preis erscheint erst einmal hoch, 329 Euro ist eine Stange Geld, klar. Doch es lohnt sich wirklich, denke ich.

Mit diesen Informationen versorgt können wir gleich ..

.. loslegen!

Was es als Erstes braucht ist die Entscheidung über den Einbauort. Dort sollte es schön warm und trocken Sein und es wäre gut, wenn er nicht von Außen zugänglich und doch leicht zu erreichen ist. Also, leicht für Wartung und Änderung und natürlich sollte man auch die Kabel dahin führen können.

Bei meiner BMW ist das rechts unter dem Tank. Da sitzt das Elektrische serienmäßig. Und dort kommt auch der ganze neue Elektro(nik) Kram unter. Sieht man hier:

Und so sah es vorher aus

Ich will das hier nicht allzu länglich machen. Der Artikel würde einfach zu lang, wenn ich auf die Details eingehen würde. Der ist ja so schon länglich genug.

Ok, hier sieht man die eingesetzten Komponenten in der Übersicht. Gut, das ist jetzt thematisch nicht nur die mo.unit. Doch zu der Box ist schon so viel gesagt worden. Nur noch nicht von jedem. Deswegen mache ich besser noch ein wenig grüne Q drum rum. Dann wird es schnittiger, oder?

1 Hauptsicherung: 30 A fliegende Kfz Sicherung an 6 qmm Kabel. Es gibt noch eine weitere konventionelle Sicherung. Eine fliegende 1 A Sicherung für das mo.lock Zündschloss. Der Rest des Sicherungssystems wird durch die in der mo.unit integrierten Automatiksicherungen an den Ausgängen der mo.unit realisiert. An den Eingängen liegt, mit Ausnahme des mo.lock Zündschlosses, nur Masse an.

2 Massekabel: Eigentlich würde es reichen die Masse am Rahmen abzunehmen. Doch, was soll es, sicher ist sicher. Ein Massefehler würde das gesamte System zerstören.

3 Tachosensor: Es handelt sich hier um einen Sensor der Firma Acewell, der die Tachowelle der originalen Armaturen ersetzt. Das wird hier im Detail beschrieben.

4 Mo.unit: Nun, was soll ich an dieser Stelle sagen? Die mo.unit und die zugehörige App sind sehr gut gemacht. Tolles Produkt. Guter Support. Preiswert, ob Du es glaubst oder nicht. Ohne dieses Gadget hätte ich alleine im tiefen, finsteren Wald gestanden.

5 Pegelwandler Tacho: Siehe Punkt 3 Tachosensor.

6 Rangierverteiler: War eine gute Idee, denke ich. Comming home and leaving home wird als nächstes Feature realisiert. Mit dem Verteiler ist das sehr leicht möglich. Der aktuelle Verteiler wurde mit WAGO 221-413 Klemmen aus der Gebäudetechnik realisiert und auf einer Hutschiene montiert.

7 LiMa Steuergerät: Das Silent Hektik Lichtmaschinen Steuergerät funktioniert. Allerdings gab es ein Plug and Play Problem. Siehst Du hier:

8 Anlasser: Es wird hierzu viel von Entkopplung durch ein Relay geredet. Das ist für ganz, ganz Vorsichtige. Die mo.unit schaltet problemlos direkt den Magnetschalter des Anlassers. Keine Bange, dass funktioniert.

9 Zündungssteuergerät: Ein Silent Hektik Zündsteuergerät. Was soll ich sagen? Funktioniert! Ich habe die Einstellung 7, Drehmoment orientiert, gewählt. Und es passt!

10 Zündspule: Eine Silent Hektik Zündspule. Das Beste an diesem Gerät ist, es macht einen richtig fetten Zündfunken. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wirklich! Die Power Block Zündung ist rundheraus empfehlenswert. Außer Du hast noch die alte Lichtmaschine eingebaut. Dann saugt es Deine Batterie noch schneller leer.

Verkabelung

Ein Thema für sich. Wenn ich mich davon jemals erholen sollte, schreibe ich was dazu. Bis dahin muss ein Bild genügen. Was für ein Gefummel!

Taster oder Schalter?

Die mo.unit kann über Taster oder die bereits vorhandenen Schalter gesteuert werden. Selber habe ich mich für das Beibehalten der Schalter entschieden. Zu den Gründen ist das folgende zu sagen:

Wie der von mir konsultierte Prüfingenieur des TüV bereits im Vorfeld des Projekts anmerkte, ist eine Taster Steuerung nicht abnahmefähig. Kommt es zu einem Versicherungsschaden, wird die Versicherung einen Gutachter beauftragen nach Gründen für ein Versagen der Schadensdeckung durch den Versicherer zu suchen. Das bedeutet ein enormes finanzielles Risiko. Darüber hinaus ist ein Umbau auf Taster, schon für sich selber betrachtet, ein aufwändiges Unterfangen.

Also, die Schalter bleiben!

Oben im Bild sehen wir das Innenleben der rechten, gasgriffseitigen Schaltarmatur. Hier befinden sich der Anlasser und der Kill Schalter. Normalerweise hat so ein Schalter ein Kabel am Eingang und ein Kabel am Ausgang. Zwei Schalter haben also vier Kabel. Doch wir sehen nur drei Kabel auf dem Bild. Warum?

Weil wir keine Arbeitsströme schalten. Das macht die mo.unit für uns. Wir legen Masse an den gewünschten Eingang der mo.unit an und diese schaltet dann den gewünschten Ausgang. Mit bis zu 30 Ampere und durch eine Automatiksicherung abgesichert.

Das bedeutet, wir können sehr dünne Kabel auf der Eingangsseite verwenden und wir können die Anzahl der Kabel verringern. So wie oben auf dem Bild. Drei Kabel anstatt vier. Hast Du fünf Schaltpositionen musst Du zehn Kabel mit der Schaltarmatur verbinden. Wir brauchen, in diesem Beispiel, aber nur sechs Kabel. Fünf zu den Eingängen der mo.unit und eines zur Fahrzeugmasse.

Schalten wir nun einen Eingang an Masse fliest ein Strom im Milliampere Bereich von der mo.unit gegen Batterie Minus ab. Dies registriert der Prozessor in der mo.unit und veranlasst, dass in seiner Firmware codiert ist. Und siehe da, der Blinker blinkt, die Hupe .. kann man sich vorstellen, denke ich.

Mein Fazit zur mo.unit

Ein cleveres Produkt mit einer Vielzahl von Möglichkeiten. Es ermöglichte einem Laien wie mir ein Projekt umzusetzen, das mir selber andernfalls gar nicht möglich gewesen wäre. Es war zwar anstrengend, aber ich habe auch viel gelernt. Das nächste Mal mache ich das in einem Bruchteil der Zeit, und gewiss auch noch ein kleines bisschen besser.

So, jetzt drehe ich noch eine Runde mit der grünen Kuh.